Die Work-Life-Balance des Webworkers

Work Life Balance

Die moderne Zeit hat ganz neue Berufsbilder hervor gebracht, die den Menschen mit komplett anderen Anforderungen konfrontieren, als er aus den herkömmlichen Arbeitswelten gewohnt ist. Die Tätigkeit eines Webworkers wäre beispielsweise früher gar nicht denkbar gewesen.

Neue Medien wie Internet und Smartphone erlauben barrierefreie Kommunikation mit der ganzen Welt. Dadurch können heute spielend leicht Aufgaben von jedem Computer aus erledigt werden, die in früheren Zeiten einen großen Aufwand erfordert hätten. Der Webworker kann also beinahe an jedem Ort der Welt tätig sein, ohne jemals das Zimmer verlassen zu müssen.

Diese fast unbegrenzte Flexibilität birgt aber auch Nachteile. Denn um seine Work-Life-Balance muss der Homeworker im Web sich ganz alleine kümmern. Wie um alle anderen Aspekte seiner Berufstätigkeit auch.

Arbeit ohne Grenzen

Weder zeitlich noch räumlich ist der Webworker in seiner Tätigkeit beschränkt. Er kann mitten in der Nacht genauso gut arbeiten wie frühmorgens oder am Abend. Von seinem Arbeitsplatz aus kommuniziert er mühelos mit der ganzen Welt und kann Kunden oder Auftraggeber rund um den Globus akquirieren.

Er muss sich nicht in fremdbestimmte Strukturen einfügen und sich keiner Hierarchie unterwerfen. Eine vorgegebene Kleiderordnung kennt er nicht. In absoluter Freiheit kann der Webworker seine Kreativität ausleben.

In seinen eigenen vier Wänden organisiert er sich genauso, wie es in seine Arbeitsabläufe passt. Eine solch unabhängige Arbeitsweise war früher höchstens den freien Künstlern vorbehalten.

Heute kann sich fast jeder auf diese Art und Weise betätigen. Wem diese Berufsausübung liegt, der braucht sich auch um seine Work-Life-Balance keine Sorgen machen.

Grenzenlose Freiheit mit Risiken

Natürlich verschwimmen beim Webworker die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben. Denn seine Arbeitswelt spielt sich in denselben Räumen ab wie seine Privatheit. Da besteht die Gefahr, dass die Work-Life-Balance in die eine oder in die andere Richtung kippt.

Hält dieser Zustand nur vorübergehend an und gibt es Ausschläge in beide Richtungen, ist das Risiko gering. Tendiert der Webworker hingegen dazu, nur noch am Computer zu sitzen und kein Ende mehr zu finden, ist seine Gesundheit gefährdet. Denn er bekommt nicht mehr genügend ausgleichende Freizeit.

Geht er andererseits zu lax mit seinen Arbeitszeiten um und gönnt sich zu viele und zu ausgedehnte Pausen, wird ihn das früher oder später auch in die Bredouille bringen. Ein Webworker muss sich also aktiv um eine ausgeglichene Work-Life-Balance kümmern.

Er sollte sich selbst immer aufmerksam beobachten, so dass er Unausgeglichenheiten sofort bemerkt. Ist er kein großes Organisationstalent, muss er seinen Tag besonders gut durchstrukturieren, damit eine gewisse Ordnung aufrechterhalten wird.

Schriftlich fixierte Projektpläne und Aufgabenlisten können ihm dabei helfen. Wer Schwierigkeiten mit der Vermischung von Beruflichem und Privatem hat, sollte sich ein separates Büro einrichten, das der Arbeit vorbehalten ist.

In seinen Pausen kann er sich dann in den privaten Räumen besser erholen.

Drum prüfe sich, wer ein Webworker sein will

Die Berufsausübung als Webworker hat für jene Menschen, denen diese Art der Arbeit liegt, große Vorteile. Andere, die sich nicht so leicht selbst organisieren können, müssen stets auf der Hut sein, um nicht das Chaos die Oberhand gewinnen zu lassen.

Bevor man sich für ein Leben als Homeworker im Web entscheidet, sollte man sich gut überlegen, zu welchem Typ man gehört.